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Schlafstörungen können jeden treffen

Nicht einschlafen können, nachts keine Ruhe finden, am nächsten Morgen wie gerädert aufwachen – ca. 20 Millionen Deutsche geben an, ab und zu unter Schlafstörungen zu leiden.* Damit sind von Schlafstörungen jährlich im Schnitt mehr Menschen betroffen, als von einer normalen Erkältung.

Die meisten dieser Schlafstörungen treten vorübergehend auf und sind dann noch nicht als ernsthaftes gesundheitliches Problem anzusehen. Es gibt also keinen Grund sich Sorgen zu machen, wenn man einmal nicht sofort einschlafen oder hin und wieder nicht richtig durchschlafen kann. Von Schlafstörungen spricht man übrigens immer dann, wenn der Betroffene über einen bestimmten Zeitraum hinweg nur wenig oder gar nicht normal schlafen kann.

2 Formen der Schlafstörung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Formen der Schlafstörung: der Ein- und der Durchschlafstörung. Bei der Einschlafstörung liegt der Betroffene oft lange wach, wälzt sich hin und her und braucht meist mehr als eine halbe Stunde, bis er endlich einschlafen kann. Bei der Durchschlafstörung wird der Betroffene ein- oder mehrmals mitten in der Nacht wach und findet dann nur schwer oder gar nicht mehr in den Schlaf zurück. Beide Arten der Schlafstörungen führen zu einem Schlaf, der von den Betroffenen als nicht erholsam empfunden wird und gravierende Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit haben kann. Die Betroffenen sind tagsüber oft müde und erschöpft, manche schlafen sogar ein, ohne es zu wollen, sind gereizter und können sich schlechter konzentrieren, empfinden sich selbst als antriebsschwach, niedergeschlagen oder ängstlich. Die Auslöser von Schlafstörungen können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.

 

*Quelle: Robert-Koch-Institut 2009

Ursache Stress

Beruflicher und privater Stress sowie seelische Belastungen sind eine der häufigsten Ursachen für Schlafstörungen. Wer die Probleme des Tages beim Zubettgehen verarbeitet, liegt oft lange grübelnd wach und findet nicht in den gewohnten Schlaf.

Ursache Schichtarbeit

Viele Arbeitnehmer in Deutschland haben wechselnde Arbeitszeiten zu denen Früh- oder Nachtschichten gehören. Da die Betroffenen hierbei immer wieder gegen ihre innere Uhr ankämpfen müssen, kommt bei der Umstellung regelmäßig der Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander. Denn wer nachts arbeitet, muss dann aktiv sein, wenn das größte Schlafbedürfnis besteht, und soll schlafen, wenn der Körper am leistungsfähigsten ist.

Ursache Jetlag

Wer viel mit dem Flugzeug unterwegs ist und dabei Zeitzonen durchquert, bringt seine innere Uhr aus dem Gleichgewicht. Die Betroffenen sind dann tagsüber müde und abgeschlagen, finden aber nachts nicht in den erholsamen Schlaf und sind wie aufgedreht. Je mehr Zeitzonen überflogen werden, desto ausgeprägter sind die Beschwerden übrigens.

Ursache innere Uhr

Gerade bei älteren Menschen kommt die innere Uhr manchmal ein wenig aus dem Takt: Das Einschlafen fällt schwerer, die Tiefschlafphasen verkürzen sich und die Leichtschlafphasen werden länger. Wenn ein wichtiges Ereignis o.ä. bevorsteht, kann sich dies verstärken. Ergebnis: Die Betroffenen fühlen sich nach dem Aufwachen nicht ausreichend erholt und haben tagsüber mit Müdigkeit zu kämpfen.

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