Schlafstörungen & Schichtarbeit

Wie Wechselschichten unseren Schlafrhythmus beeinflussen

Geschätzte Lesedauer: ca. 4:20 Min.

Circa 15 % der Arbeitnehmer in Deutschland haben wechselnde Arbeitszeiten1, zu denen Früh- oder Nachtschichten gehören. Da die Betroffenen hierbei immer wieder gegen ihre innere Uhr ankämpfen, kommt bei der Umstellung regelmäßig der Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander – es kann zu Schlafstörungen kommen. Schichtarbeit kann dann dazu führen, dass wir nicht in unserem leistungsfähigsten Zustand arbeiten. Wie Schichtarbeit unseren Schlaf beeinflusst, lesen Sie hier.

Kurz und knapp

Was sind Schlafstörungen durch Schichtarbeit?

Wie äußern sich Schlafstörungen durch die Wechselschicht?

Was tun bei Schlafstörungen durch Schichtarbeit?

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Kurz und knapp

Ursachen: Aufgrund von wechselnden Arbeitszeiten (Früh-, Tag-, Spät-, und Nachtschichten) kann es zu einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus kommen.

Symptome: Erhöhte Tagesmüdigkeit, Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten, Konzentrationsprobleme, erzwungener Tagschlaf.

Folgen: Durch den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus kann es zu Schlafstörungen kommen. Das Risiko für Unfälle am Arbeitsplatz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann steigen. Zusätzlich können Begleiterkrankungen wie z. B. Depressionen und Übergewicht entstehen.

Behandlung: Verbesserung der Schlafhygiene, Anpassung an den veränderten Schlafrhythmus z. B. durch Power Naps, Entspannungstechniken. Bei kurzzeitigen Schlafstörungen durch die Schichtarbeit können auch Schlafmittel wie z. B Melatonin helfen. Bei anhaltenden Schlafstörungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was sind Schlafstörungen durch Schichtarbeit?

Wenn wir gegen unsere innere Uhr arbeiten, kann der natürliche Schlafrhythmus des Körpers aus dem Gleichgewicht geraten – Körper und Geist können sich dann nicht ausreichend regenerieren. Bei Arbeitnehmern in einer Wechselschicht sind Schlafstörungen ein häufiges Problem und sollten deshalb nicht ignoriert werden, da sie mit einem erhöhten Unfall- und Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisiko einhergehen.

Nachtschichtarbeiter schläft tagsüber

Der natürliche Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen umfasst ungefähr 24 Stunden. Man bezeichnet ihn auch als zirkadianen Rhythmus. Befinden wir uns in einem guten Gesundheitszustand, findet unser Schlaf in diesem Rhythmus statt. Bei Schichtarbeit kann der Schlaf durch einen gestörten zirkadianen Rhythmus negativ beeinflusst werden und Schlafstörungen auslösen: Man spricht dann auch vom Schichtarbeitersyndrom. Dieses kann in unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen und Schweregraden auftreten.

Wie können sich bei einer Wechselschicht Schlafstörungen äußern?

Genauso kann aber auch der Wechsel zwischen Spät-, Nacht- und Frühschicht Schlafprobleme verursachen. Wie lange der Körper braucht, um sich an den Rhythmus zu gewöhnen und er keine Probleme mehr beim Schlafen nach der Nachtschicht hat, ist umstritten. Viele Menschen leiden auch noch nach Jahren an den Folgen der Schlafstörungen aufgrund von Schichtarbeit, die sich wie folgt äußern können3,4:

  • Einschlafprobleme
  • Durchschlafprobleme
  • Schlaflosigkeit & Schlafmangel
  • Konzentrationsprobleme
  • Übergewicht
  • Höhere Anfälligkeit für Depressionen
  • Tagesmüdigkeit

Schichtarbeiter einer Nachtschicht benötigen tagsüber ausreichend Schlaf. Dieser wird jedoch oft herbei gezwungen und ist störanfälliger, da der Körper normalerweise zu diesen Uhrzeiten und Lichtverhältnissen auf Wachsein eingestellt ist. Außerdem ist beim Tagschlaf die durchschnittliche Schlafenszeit um etwa zwei Stunden kürzer, da die Tiefe des Nachtschlafs selten erreicht werden kann.

Langfristig kann die Schichtarbeit den Schlaf das soziale Umfeld negativ beeinträchtigen und auch das Risiko für Krankheiten erhöhen. Leiden Sie an Schlafstörungen durch Schichtarbeit, sollten Sie einen Arzt aufzusuchen.

Wie oft arbeiten Sie in Schichtarbeit?

Wie kann man einer Schlafstörung bei Schichtarbeit entgegenwirken?

Schichtarbeit sollte so gut wie möglich auf unsere innere Uhr abgestimmt sein. Deshalb wechseln Schichtarbeiter bei der Arbeit besser vorwärts, also von der Frühschicht zur Spätschicht und dann zur Nachtschicht. Folgende Tipps zum Schlafen nach der Nachtschicht können Ihnen hierbei helfen:

Schlafen nach der Nachtschicht
  • Entspannungstechniken vor dem zu Bett gehen
  • Geistige und körperlich Auslastung, z. B. durch regelmäßige Bewegung
  • Die richtige Ernährung B. vor dem Schlafen gehen nicht zu deftig essen
  • Eine gute Schlafumgebung
  • Power Naps während der Arbeitszeit z. B. in den Pausen
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1IQVIA Pharmatrend Deutschland, Absatz 11/2020