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Was ist Melatonin?

Körpereigenes Hormon mit Taktgefühl

Geschätzte Lesedauer: 2.30 Min.

Lavendel, Kamille, Baldrian oder doch Melatonin? Bei Schlafstörungen versprechen diverse Einschlafhilfen ruhigere Nächte. Doch was ist Melatonin eigentlich? Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das unser Körper bei Dunkelheit ausschüttet. Es wirkt schlaffördernd und ist als Botenstoff an der Steuerung unseres Schlafrhythmus beteiligt. Melatonin steuert also wann wir müde werden und wann wir aufwachen. Das Gegenstück zu Melatonin ist Serotonin, das durch den Einfluss von Tageslicht gebildet wird und uns aktiv sein lässt.

So wirkt das Schlafhormon Melatonin

Die Melatonin-Wirkung ist in der Nacht am stärksten. Denn Melatonin wird bei Dunkelheit von der Zirbeldrüse, einem Teil des Zwischenhirns, ausgeschüttet.

Schlafhormon Melatonin

In geringen Mengen wird es auch im Verdauungstrakt produziert. Zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht erreicht der Melatonin-Spiegel den Höhepunkt. Doch Melatonin hat eine relativ kurze Halbwertzeit von unter einer Stunde und wird vom Organismus schnell wieder abgebaut. Der Melatonin-Spiegel sinkt danach bis zum Morgen wieder. Zwischen 8 und 9 Uhr beginnt unser Körper, die Produktion zu unterdrücken.

Das Schlafhormon Melatonin erfüllt wichtige Funktionen im Körper. Melatonin steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Reisen wir durch verschiedene Zeitzonen und bringen so unseren zirkadianen Rhythmus durcheinander, kann Melatonin den Jetlag lindern. Außerdem ist das Schlafhormon an der Regulierung von Körpertemperatur, Stoffwechsel und Blutdruck beteiligt. Melatonin trägt auch zur Nierentätigkeit bei und hat aufgrund seiner antioxidativen Wirkung einen positiven Effekt auf unser Immunsystem.

Hilft Melatonin beim Einschlafen?

Aufgrund der schlaffördernden Wirkung hilft Melatonin beim Einschlafen. Es trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen*. Deswegen enthalten viele Schlafmittel Melatonin als Wirkstoff, wie Hoggar® Melatonin Spray oder Hoggar® Melatonin Kapseln zur Kurzzeitbehandlung von Einschlafstörungen.

*Melatonin trägt dazu bei die Einschlafzeit zu verkürzen.

Also ist Melatonin ein Schlafmittel?

Nein, Melatonin ist kein Schlafmittel, sondern ein Hormon. Es wird vom menschlichen Körper gebildet und ist streng genommen nur ein Wirkstoff vieler Melatonin Schlafmittel.

Hat Melatonin Nebenwirkungen?

Melatonin hat keinen Gewöhnungseffekt und macht nicht abhängig. Allerdings kann zu viel Melatonin schläfrig, unkonzentriert oder reizbar machen. Zudem kann Melatonin den normalen Schlaf-Wach-Rhythmus wieder durcheinander bringen.

Was den Melatonin-Spiegel beeinflusst

Produziert unser Körper zu wenig Melatonin, kann die Einschlafphase länger dauern und die REM-Schlafphase weniger intensiv sein. Der Melatonin-Spiegel bestimmt also nicht nur, wie schnell wir einschlafen, sondern auch, wie erholsam unser Tiefschlaf ist. Je geringer die Konzentration des Hormons, desto oberflächlicher ist unser Schlaf. Mögliche Auslöser für einen zu niedrigen Melatonin-Spiegel sind:

Schlafhormon Melatonin
  • Stress und Leistungsdruck im Alltag

  • Unregelmäßiger Tagesablauf (z.B. durch Schichtarbeit)

  • Wechselnde Aufsteh- und Schlafenszeiten

  • Zu wenig Tageslicht

  • Zunehmendes Alter

  • Künstliche Lichtquellen (Blaulicht) am Abend

  • Zu helle Lichtquellen am Abend (z.B. Smartphones)

In jungen Jahren produziert unser Körper deutlich mehr Melatonin. Im Erwachsenenalter lässt die körpereigene Produktion nach und ist im höheren Alter deutlich verringert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Melatonin-Spiegel selbst zu beeinflussen. So sind gewisse Lebensmittel von Natur aus reich an Melatonin, wie getrocknete Pistazien, Cranberries oder Mais. Genießen Sie ausreichend Tageslicht, um die Produktion des Schlafhormons zu drosseln. So erhält der Körper die richtigen Impulse. Das Gegenteil gilt für den Abend und die Nacht: Achten Sie auf eine zurückhaltende Beleuchtung, um die natürliche Erzeugung sanft anzuschieben. Setzen Sie sich keinen künstlichen oder zu hellen Lichtquellen vor dem Zubettgehen aus. Je dunkler das Umfeld, desto höher ist die körpereigene Melatonin-Produktion. Auch bei Durchschlafstörungen sollte die Nachttischlampe ausgeschaltet bleiben.

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Ein gesunder Melatonin-Spiegel ist unerlässlich für einen erholsamen Schlaf. Wer unter leichten Schlafstörungen leidet, kann zu Melatonin Schlafmitteln greifen. Die Zuführung sollte nur dann angestrebt werden, wenn eine natürliche Einschlafhilfe nicht die erwünschte Wirkung erzielt. Besprechen Sie die Einnahme von Schlafmitteln ausführlich mit Ihrem Hausarzt, da hierbei in den natürlichen Biorhythmus eingegriffen wird.

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